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Umfrage von TNS Infratest

Bielefeld, 20. September 2005 - Deutschlands Autokäufer haben ein beachtliches Interesse an chinesischen Autos. Für jeden achten Befragten, der in den nächsten fünf Jahren den Kauf eines Pkw plant, kommen nicht nur deutsche (86 Prozent), japanische (48 Prozent) oder französische Pkw-Marken in Frage, sondern für zwölf Prozent kommen auch Automarken aus dem Reich der Mitte in Frage. Das ist das wichtigste Ergebnis der ersten bevölkerungsrepräsentativen telefonischen Umfrage, die die Automobilmarktforschung von TNS Infratest in Bielefeld unmittelbar vor der Eröffnung der 61. Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt unter 1.002 deutschsprachigen Bürgern im Alter ab 14 Jahre am 13. und 14. September 2005 durchgeführt hat.

„Mit diesem unerwartet hohen Ergebnis sind die chinesischen Automarken bereits zum Zeitpunkt ihres Markteintritts auf einem Niveau, auf dem sich die koreanischen Automarken nach 15-jähriger Präsenz im deutschen Markt heute befinden. 13 Prozent können sich beim Autokauf innerhalb der nächsten fünf Jahre vorstellen, dass ihr nächster Wagen aus Korea kommt”, kommentiert Stoyan Kamburow, Leiter der Automobilmarktforschung bei TNS Infratest in Bielefeld das Ergebnis.

Eine mögliche Kaufentscheidung zugunsten einer chinesischen Pkw-Marke würde vor allem durch drei Faktoren positiv beeinflusst: das deutlich bessere Preis-/Leistungsverhältnis der chinesischen Hersteller gegenüber den Konkurrenzmodellen (93 Prozent), einem deutlich günstigeren Preis (89 Prozent), der ca. 20 Prozent unter dem Preis der Konkurrenzmodelle liegt und von positiven Testergebnissen, die zeigen, dass die chinesischen Autos technisch und von der Sicherheit und vom Komfort her genau so gut sind, wie vergleichbare Modelle anderer Hersteller (78 Prozent).

Für 59 Prozent der Befragten lautet der Hauptablehnungsgrund, dass „chinesische Autos sich erst einmal fünf bis sechs Jahre im deutschen Markt bewähren müssen, bevor sie für mich in Frage kommen“. Laut Kamburow zeichnet sich hier ein weiteres Marktpotential ab: „Wenn die chinesischen Hersteller diesen Zeitraum für die Verbesserung ihrer Produktqualität nutzen, dann können sich ihre Erfolgsaussichten auf den europäischen Märkten sicherlich verbessern.“

Zum Thema Bekanntheit von chinesischen Autos zeigt die Umfrage ein mehrschichtiges Bild: Eine ungestützte Markenbekanntheit der drei chinesischen Marken, die sich derzeit auf der IAA präsentieren, ist erwartungsgemäß kaum vorhanden. Lediglich die Marke „Landwind“ kommt auf immerhin 2,3 Prozent spontane Nennungen. Dem gegenüber nennen 17 Prozent der Befragten - ungestützt - China als eines der Länder, die ihnen einfallen, wenn es um das Thema Entwicklung und Produktion von Pkw geht. Zum Vergleich: 84 Prozent nennen Deutschland.

„Es wäre ein Fehler, aus einer fehlenden Markenbekanntheit zu schließen, dass die chinesischen Pkw-Marken auf lange Sicht keine Chancen im deutschen Automarkt hätten. Die andauernde wirtschaftliche Verunsicherung breiter Teile unserer Bevölkerung führt bereits zu einem Wandel beim Autokaufverhalten, der den Absatz preisgünstiger Autos auf Dauer begünstigen wird. Für die chinesischen Autobauer bleibt allerdings die wichtigste Hausaufgabe, nicht nur preiswerte, sondern vor allem auch sichere Autos zu bauen, die die europäischen Mindestanforderungen in Sachen Technik und Umwelt erfüllen,“ schlussfolgert Kamburow.

Zu TNS Infratest
TNS Infratest ist Mitglied der TNS Gruppe (Taylor Nelson Sofres, London) und gehört damit zu einer der führenden Marktforschungs- und Beratungsgesellschaften der Welt. Für die Auftraggeber aus Automobil und Verkehr, Pharmamarkt, Informationstechnik und Medien, Finanzforschung, Konsum- und Gebrauchsgüterindustrie, sowie der Medien-, Politik- und Sozialforschung liefert TNS Infratest seit mehr als 50 Jahren „Beratung durch Forschung“ und damit den Management Support für Wissensvorsprung und Entscheidungssicherheit. (Text: TNS Infratest) Neuwagen finden Sie bei AutoScout24

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