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Achtung: Nur den Fachmann an die Räder lassen

Wechseln Sie Ihre Reifen nicht selbst!

(Bild: VRÖ)

Die teilweise sonnigen Tage verschönern zwar den Herbst und verbessern unsere Stimmung, für das Auto ist aber eigentlich schon Winter. Denn: In der Früh hat es nur noch etwa 0 Grad und teilweise Morgenfrost, weshalb das Fahren mit Sommerreifen gefährlich ist:

Bereits bei weniger als plus 7 Grad verkürzen Winterreifen den Bremsweg enorm. Christoph Wondraschek, der Obmann des Vereins der Reifenspezialisten Österreichs (VRÖ), erklärt: "Besonders Waldstücke und Brücken sind im Herbst gefahrenreiche Strecken, die die Autolenker vielfach unterschätzen." Deshalb ist Anfang November höchste Zeit, das Auto für die kalte Jahreszeit umzurüsten. Besonders gefährlich ist in diesem Zusammenhang jedoch, die Räder selbst zu tauschen: Wie eine Studie des Forschungsinstituts IMAS zeigt, stecken zwei Drittel der Österreicher die Reifen in Eigenregie um. „Hier wird am falschen Ort und zwar bei der Sicherheit gespart!“, warnt Wondraschek. „Der Fachmann hat das Wissen, die Erfahrung und die Ausrüstung, um für optimale Sicherheit beim Reifenwechsel zu sorgen.“

Die Gefahren beim Reifenwechsel in Eigenregie:

  • Radschrauben werden unregelmäßig bzw. nicht in der richtigen Reihenfolge angezogen.
  • Die Laufrichtung wird nicht beachtet.
  • Reifen werden nicht aus- oder nachgewuchtet.
  • Bei den empfindlichen Alufelgen ist die Endfixierung mittels Drehmomentschlüssel erforderlich.
  • Qualität, Zustand und Verkehrstüchtigkeit der Reifen kann nur der Fachmann prüfen.
  • Radschrauben werden nicht nach 50 km nachgezogen.
  • Anderer Bremsweg bei Sommer- und Winterreifen

    Ein kürzerer Bremsweg ist eine Frage der richtigen Bereifung in Abstimmung mit der Temperatur. Im Herbst und Winter kann der Bremsweg nur mit Winterreifen verkürzt werden. Ein Autolenker, der mit Sommerreifen unterwegs ist, wird hingegen leicht den "Boden unter den Füßen" verlieren. Das folgende Beispiel macht deutlich, dass die Sicherheit von den richtigen Reifen abhängig ist.

    „Verglichen werden zwei Autos auf einer nassen Fahrbahn. Das eine ist mit Sommerreifen, das andere mit Winterreifen ausgestattet. Über +7 °C haben Sommerreifen einen um 1,7 m kürzeren Bremsweg. Unter +7 °C sieht die Sache ganz anders aus. Der Bremsweg mit Sommerreifen beträgt 70,5 m, jedoch mit Winterreifen nur 65,8 m“, erklärt VRÖ-Obmann Wondraschek. Der Unterschied von etwa 5 Metern kann entscheidend sein, ob es zu einem Unfall kommt oder nicht!

    Oft vergessen: Das Wuchten ist wichtig!

    Gerade unwuchte Räder haben direkten Einfluss auf die Fahrsicherheit, da die Bodenhaftung und in Folge die ABS- und ESP-Sicherheit stark beeinträchtigt werden. Jeder neue oder wieder montierte Reifen mit Felge muss aus- oder nachgewuchtet werden. Zudem setzen Österreichs Reifenspezialisten beim Neuwuchten die seit 1. Juli 2005 EU-weit vorgeschriebenen Wuchtgewichte aus Zink ein. Der Autolenker erkennt die gesetzeskonformen Wuchtgewichte durch die Aufschrift „Zn“. (Quelle: VRÖ, 2005-11-01)

    Reifenhändler mit Online-Bestellmöglichkeit:

    www.reifen.com

    www.winterreifen.net

    www.reifendirekt.at