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Borat: Geschmacklos komisch!

Borat macht sich auf den Weg, um in New York alles über die amerikanische Gesellschaft zu lernen und das in einer Fernsehreportage seinen Landsleuten in Kasachstan zu vermitteln. Allerdings sieht er im Hotel zufällig eine Folge von "Baywatch" und verliebt sich unsterblich in Pamela Anderson. Deshalb wirft er seine Pläne über Bord und fährt mit einem schnell für 700 Dollar gekauften, alten Eiswagen bis zur US-Westküste. Dort möcht er seine Traumfrau treffen und gleich auf der Stelle zur Ehefrau machen. Unterwegs kommt es jedoch zu etlichen merkwürdigen Begegnungen oder gefährlichen Situationen. Besonders Pamela Anderson ist nicht begeistert vom unkonventionellen "Antrag" des kasachischen TV-Reporter.

Unsere Meinung zum Film: "Borat" ist eine - wie zu erwarten war - geschmacklose Satire, die zwar gut gemacht ist, aber mehrfach deutlich die aus den TV-Shows bekannten Ideen (z. B. Toilettenbesuch oder Nacktfotos) kopiert. Allerdings wurden diese wenigstens abgewandelt. Leider merkt man in vielen Szenen, dass hier einiges gestellt ist (Man beachte die Aufnahmen, wo plötzlich Gegenschüsse vorkommen, obwohl angeblich nur eine Kamera im Einsatz war ...). Da es unmöglich ist, Borats Humor 90 Minuten lang in voller Brachialität zu ertragen, gibt es im Film einige ruhigere Szenen, die allerdings zu "gespielt" wirken. Die Grenzen des guten Geschmacks überschreitet übrigens die viel zu lange und vollkommen übertriebene Nackt-Orgie (!) mit Borats Begleiter ... Alles in allem ist "Borat - Kulturelle Lernung von Amerika um Benefiz zu machen für glorreiche Nation von Kasachstan" so etwas wie die Komik-Version von Michael Moores Schaffen. Möglicher Weise nehmen die Zuseher die Szenen allerdings als Wirklichkeit wahr und sehen sie nicht als reine Satire. Interessant ist übrigens, dass der Film auch in den USA auf Anhieb ein großer Erfolg war und bereits Pläne laufen, als nächstes ein Movie über den schwulen Reporter "Bruno" des österreichischen Fernsehens („Austria gay-TV OJRF“) zu drehen. (Filmkritik: Markus Waibel, 2006-11-07)

Der Film von Sacha Baron Cohen

Borat mit Strandgirls - Wer ist sexier?

(Foto: 20th Century Fox)

"Kulturelle Lernung von Amerika um Benefiz zu machen für glorreiche Nation von Kasachstan"

Borats Charakter stammt in frühen Darstellungen durch Baron Cohen aus Albanien. Dabei handelt es sich ebenfalls um einen fiktiven TV-Reporter, der ursprünglich den Namen „Kristo“ trug. Borat Sagdiyev (Борат Сагдиев, dt. Transkription: Borat Sagdijew) ist ein kasachischer Journalist mit offensichtlich antisemitischem und chauvinistischem Gedankengut, der nach seinen Reportagen über Großbritannien in die Vereinigten Staaten geschickt wurde, um sämtliche Facetten des „American Way of Life“ zu dokumentieren. Borat Sagdiyev alias Sacha Baron Cohen moderierte die MTV Europe Music Awards 2005 in Lissabon. Nicht erfreut über diese Parodie war die kasachische Regierung. Sie protestierte und sperrte den Internetauftritt von Borat, der über die kasachische Domain „borat.kz“ lief. Dieser Charakter Baron Cohens erhielt zudem einen eigenen Kinofilm, der am 2. November 2006 unter dem Titel „Borat - Kulturelle Lernung von Amerika um Benefiz für glorreiche Nation Kasachstan zu machen“ in den Kinos anlief.

Sacha Baron Cohen als "Borat"

(Foto: Wikipedia / Michael Bulcik / SKS Soft GmbH)

Borat ist ein US-amerikanisches Mockumentary aus dem Jahr 2006.

Für Sacha Baron Cohen ist es die zweite Hauptrolle in einem Kinofilm nach Ali G in da House. Auch hier arbeitete Cohen am Drehbuch mit und übernahm die Hauptrolle des Borat Sagdiyev, eines kasachischen Fernsehreporters. Der Film feierte seine Premiere am 8. September 2006 beim Filmfestival in Toronto.

In Deutschland erschien der Film am 2. November 2006 in den Kinos. In 13 Städten wurde am 25. Oktober zu einer Preview eingeladen. Die Deutschland-Premiere fand am 11. Oktober in Köln statt, bei der auch Sacha Baron Cohen anwesend war.

Der Inhalt des Films:
Borat Sagdiyev, ein kasachischer Fernsehreporter mit offen antisemitischer und frauenfeindlicher Grundhaltung, wird vom Innenministerium beauftragt, in die USA zu reisen, um die dortigen Gebräuche und Gewohnheiten der Menschen zu studieren. Die kasachische Regierung erhofft sich, davon profitieren zu können. Auf seiner Reise begegnet Borat echten Menschen in ihrem echten Leben und bringt diese durch seine Art nicht selten in Verlegenheit oder peinliche Situationen.

Hintergründe zum "Borat"-Film:

Die Dreharbeiten, die mit einer achtköpfigen Crew durchgeführt wurden, erfolgten zumeist im so genannten Hit-and-Run-Stil. Diese Art der Filmemacher führte dazu, dass sie mit dem Gesetz in Konflikt gerieten und vom FBI beschattet wurden. Der Grund dafür war, dass Anwohner dachten, die Filmemacher seien Terroristen. Dies führte sogar zu Verhaftungen.

Sämtliche bei den Filmaufnahmen involvierte Personen unterschrieben angeblich Einverständniserklärungen bei einem Film mitzuwirken. Dabei war jedoch von keiner Hollywood-Produktion, sondern stets von einer kasachischen Dokumentation die Rede.

Im September 2006 hat sich US-Präsident George W. Bush mit den provokativen Äußerungen von Sacha Baron Cohen beschäftigt. Hintergrund war ein Treffen mit dem kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew, bei dem sich dieser über Cohens rassistische Äußerungen beschwerte. Cohen hatte mit der Kunstfigur „Borat“ Kasachstan als einen hinterwäldlerischen Kommunistenstaat dargestellt, in dem Prostitution, Waffenschieberei und die Diskriminierung von Randgruppen auf der Tagesordnung stehen. Diese Satire wurde von kasachischer Seite sehr negativ aufgenommen. US-Präsident George W. Bush will weitere diplomatische Zwischenfälle vermeiden.

Zum deutschsprachigen Filmstart des Films Borat wurde in Deutschland vom in Hamburg ansässigen Europäischen Zentrum für Antiziganismusforschung Strafanzeige wegen Volksverhetzung eingereicht. Auch TV-Unternehmen, die Werbespots für den Film sendeten, sowie die Tageszeitung „Die Welt“ wurden in gleicher Weise angezeigt. Die Staatsanwaltschaft Hamburg prüft.

Als sehr werbewirksam für den Hype erwiesen sich die ersten empörten Reaktionen des kasachischen Außenministeriums und die Beschwerde der kasachischen Vertretung in Washington beim US-Magazin The New Yorker. Inzwischen soll der bekannteste TV-Entertainer des Landes sich als Borats Bruder am satirischen Frozzeln beteiligt haben, nachdem der schwarzhumorige Charakter des Films erkannt wurde. Zugleich meldet der Focus, Kasachstan habe inzwischen eingelenkt und Borat in seine „Heimat“ eingeladen.

(Vorläufiger Text aus der Wikipedia)



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