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Weltweite Hits wie "Like a virgin" und "Holiday":

Nach Engagements als Tänzerin bei der „Alvin Ailey Dance Troupe“ und „Pearl Lang's Dance Company“ experimentierte Madonna als Sängerin und Schlagzeugerin in Punk- und Popbands (Emmy, Breakfast Club). Kurzzeitig hatte sie einen ersten Plattenvertrag bei Gotham Productions, doch nach einigen Demoaufnahmen und Jobs als Backgroundsängerin (u.a. für Otto von Wernherr) trennte man sich wieder.

Der damalige Disco-Sänger Patrick Hernandez („Born To Be Alive“) protegierte Madonna 1979 und nahm sie mit nach Paris, um sie als Star herauszubringen. Sie begleitete ihn jedoch nur als Tänzerin zu seinen Shows und ging nach sechs Monaten wieder zurück nach New York. Dort erlangte sie in den angesagten Diskotheken Bekanntheit, als sie dort zu den Demos ihrer ersten Songs tanzte – und nebenbei Kontakte zu Discjockeys knüpfte, die Verbindungen zur Plattenindustrie hatten. Einer dieser Discjockeys war Mark Kamins, der später Madonnas erstes Album "Madonna" mitproduzierte. Kamins stellte Madonna dem Chef von Sire Records, Seymour Stein vor. Der war begeistert von Madonnas Demobändern (u. a. „Everybody“, „Ain't No Big Deal“, „Burning Up“), und so bekam sie 1982 ihren ersten Plattenvertrag. Die Single „Everybody“ wurde ein Achtungserfolg in den Clubs, verkaufte sich 250.000 mal und erreichte Platz 3 in den Club- und Black-Charts – ein Kuriosum, da Madonna nicht auf dem Cover abgebildet war und man sie anfangs für eine neue schwarze „Discoqueen“, im Stil von Shannon („Let The Music Play“), hielt. 1983 erschien Madonnas Debutalbum „Madonna“ und mit der vierten Single „Holiday“ schaffte sie weltweit den Durchbruch in die Top Ten der Charts. Kritiker belächelten die 25-jährige als Eintagsfliege, obwohl Madonna mit jeder folgenden Singleauskopplung höher in den Charts stieg und ihre trendigen Videos den Geschmack der MTV-Gemeinde trafen.

Neben zahlreichen TV-Auftritten in den USA, Europa und Japan drehte sie das Teendrama „Vision Quest“ unter der Regie von Harold Becker. Sie hatte nur zwei kurze Auftritte als Nachtclubsängerin, doch ein Jahr später wurde der Film zu einem Hit – vor allem durch Madonnas Singles „Crazy For You“ und „Gambler“.

Nachdem sich das erste Album, dank Madonnas häufiger Auftritte in TV-Shows und häufiger Ausstrahlung ihrer Videos auf MTV, millionenfach verkaufte, suchte sich Madonna einen neuen Produzenten: Nile Rodgers, der schon Michael Jackson, Duran Duran und David Bowie produziert hatte. Madonnas Musik wurde nun rockiger, behielt aber ihre eingängigen poppigen Melodien. Das Album „Like a Virgin“ bedeutete ihren internationalen Durchbruch.

Ihren ersten Skandal, der sich medienwirksam und positiv auf die Verkaufszahlen der Singles auswirkte, löste sie 1984 aus, als sie ihren Hit „Like a Virgin“ in einem Hochzeitskleid präsentierte. Amerikanische Elternverbände und konservative Medienwächter zeigten sich „geschockt“ – das junge Publikum war begeistert. Von nun an wurden alle Trends von Madonnas Fans kopiert. Kruzifixe, bauchfreie Tops und Lederarmbänder waren der Anfang. Madonna begann zu jedem Album einen neuen „Look“ zu entwickeln – den sie sich häufig von den klassischen Hollywood-Stars entlieh. Mit den folgenden Videos wie „Material Girl“ oder „Live To Tell“ kopierte sie ihre Vorbilder Marilyn Monroe, Mae West oder Marlene Dietrich – und gab das auch offen zu. 1985 mehrte sie ihre Popularität durch einen Auftritt beim legendären „Live Aid“-Konzert – sie überraschte in einem hochgeschlossenen weiten Hosenanzug: Kurz zuvor waren ihre alten Aktbildaufnahmen in einschlägigen Herrenmagazinen erschienen.

Die Singles führten die Charts rund um die Welt, der Susan Seidelmans Kinofilm „Susan … verzweifelt gesucht“ wurde ein Hit bei Kritikern wie beim Publikum und auch live begeisterte Madonnas ausverkaufte USA/Kanada-Tournee „The Virgin Tour“.

Madonna lernte am Set des Videos „Material Girl“ den jungen Schauspieler Sean Penn kennen – und lieben. Sie heirateten publicityträchtig unter Hubschraubern und Horden von Journalisten. Wie beide später zu Protokoll gaben: „Es war die Hölle!“. Vom „Rausch des Verliebtseins“ kündete das 1986 erschienene Album „True Blue“ – gewidmet ihrem Mann, dem „coolsten Mann des Universums“. Das Album, auf dem Madonna alle Titel mitschrieb, wurde ein riesiger Erfolg. „True Blue“ wurde Nr. 1 in 28 Ländern und konnte über 20 Millionen mal verkauft werden. Madonna war die erste Popsängerin, die 5 Single-Auskopplungen von einem Album in den US-Top 5 platzieren konnte. Die Songs „Live To Tell“, „Papa Don`t Preach“ und „Open Your Heart“ kletterten auf Platz 1 der Billboard Single Charts und „La Isla Bonita“ wurde ihre erste Nummer eins im deutschsprachigen Raum. Das Coverfoto von Herb Ritts machte sie zu einer Ikone der Achtziger. Madonna stand zu jener Zeit auf dem ersten Höhepunkt ihrer Karriere, und die Welt hatte das Pendant zu Michael Jackson, dem King of Pop gefunden: die „Queen of Pop“.
Durch ihre häufigen Stilwechsel und ihr Gespür dafür, neue Trends zu setzen, war Madonna von nun an von den Covern der Zeitschriften nicht mehr wegzudenken. Ihr Bild bedeutete Auflagensteigerung. Madonna ließ sich in Lagerfeld (siehe Karl Lagerfeld), Lacroix (siehe Maurice Lacroix) oder Chanel fotografieren und etablierte sich als Sexsymbol.

Im Juni 1987 startete Madonna in Japan die „Who's That Girl World Tour“. Madonnas erste Welttournee zementierte endgültig ihren Status als erfolgreichste Popsängerin der 80er Jahre: Im August war das Wembley-Stadion in London dreimal hintereinander ausverkauft.
Ihre Alben, Singles und Konzertkarten zu ihrer „Who's That Girl Tour“ verkauften sich sehr gut, doch ihre Hollywood-Karriere kam nicht in Gang: Der groß angekündigte Abenteuerfilm „Shanghai Surprise“ floppte und ihre Ehe endete mit Geschrei und Prügeln (nachzuhören auf Madonnas Song „Till Death Do Us Part“ von 1989). In einem Interview 2004 sagte Penn, dass es für ihn unmöglich gewesen war, Madonna mit der ganzen Welt zu teilen. Das schlechte Verhältnis zu ihrem Vater und das Scheitern ihrer Ehe kompensierte sie in verstärkter Arbeit – und zahllosen Affären, die Schlagzeilen machten.
In einem ruhigen Jahr, in dem Madonna am Broadway in dem ausverkauften Theaterstück „Speed the Plow“ spielte, bereitete sie ihr neues Album vor: „Like a Prayer“. Das bisher persönlichste Album verarbeitete ihre gescheiterte Ehe, das komplizierte Verhältnis zu ihrer Familie – und nicht zuletzt ihr gespaltenes Verhältnis zum Katholizismus. Das Album „Like a Prayer“ wurde von den Kritikern überwiegend positiv aufgenommen und der Titelsong knapp 16 Jahre später von den amerikanischen und deutschen Redaktionen der Musikzeitschrift „Rolling Stone“ zu einem der 100 besten Songs aller Zeiten gewählt.

1989 wurde das kontroverse Musikvideo zu „Like a Prayer“ veröffentlicht. Pepsi stoppte daraufhin eine Werbekampagne mit ihr (die 5 Millionen US-Dollar-Gage durfte Madonna behalten) und auch der Vatikan zeigte sich entrüstet, als Madonna in dem Video vor brennenden Kreuzen tanzte und einen „schwarzen Jesus“ küsste. Madonna: „Damals hat mein Toursponsor Pepsi Cola am meisten Probleme gemacht. Die hatten Angst wegen der erotischen Anspielungen. Aber sie haben gezahlt, sind abgehauen und das war’s.“ Das Video wurde auch in Deutschland verboten und auf MTV nur nachts ausgestrahlt. „Like A Prayer“ wurde auch aufgrund dieser unfreiwilligen Werbung zu einem ihrer größten Erfolge.

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Quellenangabe: Der auf dieser Seite veröffentlichte Text basiert auf dem Artikel Madonna (Künstlerin) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation (GFDL). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Dort kann auch der ursprüngliche Beitrag bearbeitet werden. Stand: 16:50, 12. Apr 2006.

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