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DVB-S Karte & CI-Modul für Satellitenempfang am PC

Wer am PC fernsehen und die TV-Streams in bester Qualität aufzeichnen möchte, greift idealerweise zu einer DVB-S Lösung. Wir haben dafür die TechnoTrend TT-budget S-1500 PCI-Karte plus CI-Erweiterung für den Empfang von verschlüsselten Programmen wie Premiere oder ORF einem ausführlichen Test unterzogen. Immerhin handelt es sich hier um eine durchaus sinnvole Alternative zu einem herkömmlichen SAT-Receiver mit Festplatte, der ja auch zwischen 200 und 300 Euro kostet. Der Preis für die PC-Variante ist zwar nicht viel günstiger (der Computer natürlich nicht mitgerechnet), dafür aber deutlich komfortabler. Das brauchen Sie für den Sat-Empfang am Rechner: Die TT-budget S-1500 Karte (knapp 60 Euro) und selbstverständlich eine SAT-Schüssel mit digitaltauglichem LNB. Als optionale Pay-TV-Erweiterung kommt dann noch die CI-Erweiterung (ca. 20 Euro) und das passende CI-Modul (ca. 40 Euro) für Smartcards dazu. Wer nur Sender ohne Verschlüsselung empfangen möchte, kommt natürlich mit der S-1500 alleine aus.

TechnoTrend TT-budget S-1500 DVB-S Karte im Test

(Foto: nurido.at)

Aufgrund der weiten Verbreitung von DVB-T stellt sich natürlich grundsätzlich die Frage, ob sich der Aufwand für DVB-S lohnt. Unsere schnelle Antwort darauf: JA! Denn die Bild- und Tonqualität ist bei der Satellitenvariante um einiges besser. Gerade bei Sendern wie dem ORF in Österreich, die per Schüssel in einer sehr hohen Bitrate (und damit in voller DVD-Qualität) senden, ist der Unterschied zu DVB-T deutlich sichtbar. Selbstverständlich genügt für das normale Fernsehen am PC oder Laptop auch ein DVB-T USB-Stick wie der von uns getestete Genius TVGo DVB-T02Pro für etwa 30 Euro oder die PCMCIA-Karte AVerMedia AVerHybrid zum Preis von etwa 70 Euro. Wer jedoch regelmäßig Sendungen aufzeichnen und archivieren möchte, sollte eher zu einer Satelliten-Lösung greifen. Hier ist übrigens (wie das generell der Fall ist) eine interne Karte einem USB-Gerät vorzuziehen, da erstere deutlich stabiler funktionieren. Der große Vorteil von DVB-S ist generell die relativ einfache Nachbearbeitung, denn die Streams liegen im MPG2-Format vor, können über verschiedene Gratis-Tools wie MpegCut (zum Schneiden) bzw. MPEG Mediator (zum Komprimieren ins DivX-Format) bequem umgewandelt werden und benötigen dann auf der Festplatte nur noch wenig Platz. Wer beispielsweise einen ganzen Film in sehr guter Qualität abspeichern will braucht bei entsprechender Kompression gut 1 GB, während die Originaldatei leicht 4-5 GB groß sein kann.

Nun konkretes zur TechnoTrend TT-budget S-1500 DVB-S Karte: Sie wird einfach in einen freien PCI-Slot des Rechners gesteckt und in den nächstliegenden kommt bei Bedarf die CI-Erweiterung. Diese wird per Flachbandkabel angesteckt und sofort vom System erkannt. Für die S-1500 benötigt man Treiber, die TechnoTrend natürlich ebenso wie eine komplette TV-Suite auf CD-ROM mitliefert. Im Paket befindet sich zudem eine Fernbedienung mit Infrarot-Empfänger, die für zusätzlichen Komfort sorgt. Der Hersteller gibt als Mindestanforderung für den Betrieb der Karte einen 733 MHz-Rechner mit 256 MB RAM und 32 MB Grafik an, wobei unser schon in die Jahre gekommener Test-PC mit 2,4 GHz CPU, 512 MB Arbeitsspeicher und 64 MB Grafikkarte ausgestattet ist. Nach der mit wenigen Mausklicks vollzogenen Installation der Software zeigt sich hier die Schwachstelle der DVB-S Karte, denn diese ist nicht teure Modelle von früher mit einem eigenen MPEG2-Chip versehen (etwa die legendäre Hauppauge Nexus-S), sondern wandelt den Stream über den Hauptprozessor des PCs um. Deshalb bemerken wir eine CPU-Auslastung von 60-70 Prozent, wodurch der Rechner für größere Aufgaben als Textverarbeitung oder Internet blockiert ist. Zur Ehrenrettung der Karte sei aber gesagt, dass sie auf aktuellen Geräten (idealerweise mit Dual-CPU) ihren Dienst übrigens vergleichsweise unauffällig versieht.

In der Praxis ist die Verwendung des Systems völlig unkompliziert und die meisten Funktionen sind auf Anhieb verständlich. Praktisch wäre vielleicht eine fix in die Benutzeroberfläche integrierte Signalstärkeanzeige für das Sat-Signal und eine Zeitanzeige für Aufnahme bzw. Wiedergabe gewesen, insgesamt erhält man aber was man braucht. Unser Fazit: Die TechnoTrend TT-budget S-1500 DVB-S Karte ist preisgünstig und funktioniert relativ problemlos. Durch die CI-Erweiterung kann man auch Pay-TV entschlüsseln und auf Festplatte bannen, was natürlich deutlich flexibler erfolgt als bei Standalone-Receivern. Zwar hatten wir auf unserem System zunächst Probleme mit der Bildschirmdarstellung, dies konnte aber durch eine Änderung der Codecs behoben werden und ist nicht TechnoTrend anzurechnen. (nurido.at-Redaktion)

Tipp: DVB-S Karten bzw. Sticks gibts gibts bei Amazon oder im T-Online-Shop Österreich bzw. Deutschland

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