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100% Pop auf dem neuen PSB-Album "Yes":

Dass Neil Tennant und Chris Lowe "es" immer noch können, haben sie gerade deutlich mit dem neuen Album "Yes" bewiesen. Die Pet Shop Boys sind zurück, und das so eindrucksvoll, wie man es nicht in den kühnsten Träumen hätte erwarten können. Dabei klingen sie gleichzeitig so erfrischend neu und andererseits so vertraut wie lange nicht mehr. Während sie in den letzten Jahren klangliche Experimente wagten, die zwar trendig aber nicht immer kommerziell so erfolgreich waren, sind sie jetzt wieder dort angelangt, wo sie hingehören: In den Charts! Sowohl das Album "Yes" als auch die erste Auskoppelung "Love etc." sind gleichermaßen im Verkauf als auch im Airplay in vielen Ländern erfolgreich. Und eines ist klar: Die Pet Shop Boys schaffen jeden Spagat, während sie selbst von "Eislaufmusik" sprechen und viele der älteren Songs in Warenhäusern als Hintergrundbeduelung laufen, sind sie doch eine verlässliche Größe in der Musikszene mit ständigen neuen Sounds. Immerhin gelten Neil und Chris weltweit als erfolgreichstes Popduo aller Zeiten. Das dürfte wohl an dem glücklichen Händchen für Hitmelodien liegen und der immer collen Vermarktungsmaschinerie. Nur so ist es zu verstehen, dass sie eine homoerotische 08/15-Ode wie "Go West" ohne Schaden an Karriere oder Leben zu einer Fußballstadion-Mitgrölhymne erster Güte umbauen konnten.

Pet Shop Boys: Yes, das Comeback ist gelungen!

(Foto: nurido.at)

Und ohne hier eine herkömmliche CD-Kritik anbringen zu wollen, fällt beim Erstkontakt mit "Yes", die stimmige Mischung von typischen Pet Shop Boys Uptempo-Nummern wie "Love etc.", "Did you see me coming" oder "More than a dream" und schön "inszenierten" Balladen im Stil von "King of Rome" bzw. "Legacy" auf. Das absolut durchhörbare Album wurde übrigens von den Hitgaranten Xenomania produziert, wobei die Pet Shop Boys ja grundsätzlich die gesamte Kontrolle über ihre Arbeit behalten und selbst für den Großteil des Erfolgs eines Werks verantwortlich sind.

Wer sich für die Special Edition-Doppel-CD "Yes etc." entscheidet, erhält neben den elf regulären Tracks noch sieben zusätzliche Titel, wobei unmittelbar nach dem Einlegen der zweiten Silberscheibe klar wird, dass man nicht umsonst einige Euro mehr bezahlt hat. Denn das unglaublich fesselnde "This used to be the future" bringt nicht nur einen beliebten, treibenden PSB-Sound, sondern als Gaststimme auch "Human League"-Frontmann Philip Oakey, der ein perfektes Duett mit Neil Tennant abliefert. Die restlichen sechs Tracks sind durchaus auch im Alltag hörbare Dub-Mixes, die praktisch vollständig in den Klangfarben der Originale gehalten sind und keinesfalls nur als billig fabriziertes Füllmaterial gelten.

Unser Fazit: Kein Pet Shop Boys-Album der letzten Jahre hat so viel Spaß beim Hören gemacht wie "Yes" und damit beamen sich die Burschen qualitativ auf das hohe Niveau der CDs "Relase" (2002) und "Nightlife" (1999) zurück, wenn sie nicht sogar wieder zu "Behaviour" (1990) gefunden haben, welches nach den Anfangsjahren sicherlich ihr bestes Album war. (nurido.at-Redaktion, März 2009)

Mehr über Neil & Chris in unserem großen Pet Shop Boys-Special

Lesen Sie auch die weiteren Infos zum Album "Yes" auf nurido.at!

Tipp: CDs wie "Yes" & DVDs von den Pet Shop Boys gibts bei Amazon!

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