Las Vegas macht New York Konkurrenz
Die Wüstenmetropole startet mit großer Silvester-Feier ins Jahr 2007
8. Dezember 2006
Bisher haben Fernsehstationen in den USA nur live vom Time Square in New York berichtet und der ganzen Nation das neue Jahr verkündet. Wenn die Live-Übertragung beendet war, fing an der Westküste aufgrund der Zeitverschiebung die Party gerade erst richtig an. Dieses Jahr wird erstmals auch aus diesem Teil der USA – aus Las Vegas – live und ausführlich im Fernsehen übertragen. In der Wüstenmetropole steigt an der Fremont Street die große America’s Party – in jedem Fall die wärmere Alternative zu New York. Die führende Satelliten-Fernsehstation Direct TV sendet viereinhalb Stunden lang von der Mega-Party auf dem Sender 101 mit Live-Schaltungen in den Big Apple und zwei weitere Städte in den USA. Die populäre Musikshow des Senders CD USA präsentiert auf zwei Bühnen bekannte Bands wie Chicago, Five for Fighting, OK GO, Rockstar Supernova oder All American Rejects. Das ganze Spektakel wird auf einer überdimensionalen Leinwand übertragen.
In der Silvester-Nacht wird die Fremont Street in Downtown Las Vegas zu einer riesigen Party-Meile. Karten gibt es für umgerechnet rund 60 Euro. Weitere Details dazu unter www.VegasExperience.com.
Auch der berühmte Las Vegas Strip wird für den Verkehr gesperrt. Um Mitternacht wird der Himmel über der Wüste mit einem großen Feuerwerk erleuchtet, dass von den Dächern mehrerer Hotels gezündet wird. Danach ziehen die meisten Besucher weiter in einen der unzähligen Clubs, um das neue Jahr zu feiern.
Im Pure Nachtclub im Caesars Palace zum Beispiel gibt Britney Spears eine Party. Mehr Infos unter www.purethenightclub.com. Auch der Tryst Nachtclub im Wynn Las Vegas, das Tangerine im TI, die Ghost Bar im The Palms und viele mehr locken mit „New Year’s Eve Specials“.
Heiraten zu jeder Tages- und Nachzeit
Trotz verkürzter Bürozeiten des Marriage License Büros in Las Vegas finden Trauungen noch immer rund um die Uhr statt
31. Oktober 2006
Allen Befürchtungen zum Trotz – die „Wedding Capital of the World“ muss auch in Zukunft nicht um ihren Ruf bangen. Ungeachtet der verkürzten Öffnungszeiten des Clark County Marriage Lisence Bureaus – dort wird die Lizenz, mit der das Hochzeitspaar zu jedem Traualtar gehen kann, ausgestellt – werden Trauungen auch weiterhin zu jeder Tages- und Nachtzeit vorgenommen. Einzige Bedingung: Die Anwesenheit eines Trauzeugen und die Vorlage einer gültigen „Marriage Lisence“ durch das Brautpaar.
Bisher wurde dieses Dokument rund um die Uhr ausgestellt, künftig wird das nur noch von 8 bis 24 Uhr der Fall sein. Allerdings ist es nicht notwendig, einen Termin zu vereinbaren. Es ist sogar möglich, den Antrag für die Heiratslizenz schon zu Hause am Computer auszufüllen, wodurch sich die Prozedur vor Ort beschleunigen lässt. Das Formular gibt es unter www.co.clark.nv.us. Es muss zusammen mit einem gültigen Reisepass persönlich im Marriage Bureau abgegeben werden. Die Gebühr für die Heiratserlaubnis beträgt 55 Dollar und ist bar zu bezahlen. Die Lizenz ist ein Jahr lang gültig.
Allein im vergangenen Jahr wurden in Las Vegas über 120.000 Heiratsgenehmigungen ausgestellt. Die beliebtesten Tage, vor den Traualtar zu treten, sind Silvester, der Valentinstag und einprägsame Tage wie der 7. Juli 2007. Neben den flexiblen Zeiten für die Trauung hat Las Vegas auch was Größe und Art der Hochzeitsfeier angeht, alles zu bieten. Eine Liste aller Trauungskapellen sowie weitere Details unter www.visitlasvegas.com.
Schildkröten und Triathleten in der Wüste Nevadas
Die Stadt Henderson nahe Las Vegas ist Austragungsort für den Silverman Triathlon
12. Juli 2006
Am 12. November findet im US-Bundesstaat Nevada der zweite alljährliche Silverman Triathlon statt. Die Stadt Henderson, rund 30 Autominuten von Las Vegas entfernt, richtet das Rennen in diesem Jahr aus. 2,4 Meilen Schwimmen im Lake Mead, 112 Meilen auf dem Fahrrad durch die Wüste und 26,2 Meilen Laufen heißt es für die teilnehmenden Athleten. Start ist um 6.30 Uhr morgens. Bis spätestens Mitternacht müssen alle Mitstreiter das Ziel erreicht haben.
Der Wettkampf beginnt mit einem Massenstart im National Lake Mead Erholungsgebiet. Außergewöhnlicher Wendepunkt der Schwimmroute ist der historische Schaufelraddampfer „Desert Princess“. 300 Zuschauer an Bord des Schiffes können die Schwimmer bei der ersten Disziplin gebührend anfeuern. Danach erwarten die Sportler 112 Meilen auf dem Rad durch die Wüste. Versorgungsstationen alle 10 Meilen garantieren die Sicherheit und Versorgung der Athleten. Bremsen kann die Radler nur eines: die Wüstenschildkröte. Diese stehen unter strengem Naturschutz und haben immer Vorfahrt. Das Aufheben ist strengstens untersagt! Die letzten 26,2 Meilen laufen die Silverman-Teilnehmer durch Hendersons Umgebung. Ziel ist das Henderson Multigenerational Center.
Das als härtester Wettkampf Nordamerikas bekannte Rennen zog schon 2005 knapp 170 Teilnehmer an. In diesem Jahr erwarten die Veranstalter mehr als 450 Athleten. Weitere Informationen zur Teilnahme am Wettkampf und dem Silverman allgemein gibt es unter www.silvermannv.com. Allgemeine Infos zu Las Vegas unter www.visitlasvegas.de.
Wies’n in Vegas
Showstars Siegfried und Roy zum Fassanstich im Hofbräuhaus Las Vegas
13. September 2006
„O’zapft is“, auch in Las Vegas! Am 16. September stechen die deutschen Unterhaltungs-Legenden Siegfried und Roy um Punkt 19.00 Uhr das Bierfass an und eröffnen damit offiziell das Oktoberfest im Hofbräuhaus Las Vegas.
Während das größte Volksfest der Welt im Original zur gleichen Zeit in München stattfindet, lädt das Hofbräuhaus Las Vegas zur Wies’n in der Wüste. Bis zum 31. Oktober wird mit Touristen und Einheimischen gefeiert. Auch Stars aus Las Vegas, wie der Magier Lance Burton, werden erwartet.
Das Hofbräuhaus in Vegas wurde Anfang 2004 eröffnet. Auf 6.000 Quadratmetern Grundfläche ist für zwölf Millionen US-Dollar ein gastronomischer Großbetrieb mit 800 Sitzplätzen entstanden. Nicht nur die Fassaden sind vom Original kaum zu unterscheiden, sondern auch die Bierhalle, der Biergarten und die Terrasse wurden detailgetreu nachgebaut. Künstlich sind nur die Kastanien im Biergarten – hier sitzen Besucher nicht unter freiem Himmel, sondern unter einer riesigen Kuppel, die den bayerischen Himmel perfekt simuliert.
Das Bier, nach deutschem Reinheitsgebot gebraut, wird aus München importiert, in Maßkrügen ausgeschenkt und mit bayrischen Schmankerln serviert. Eine Blaskapelle und die Bedienungen in traditioneller Tracht sorgen für authentische Atmosphäre. Die Kopie des bekanntesten Gasthauses der Welt liegt in der Paradise Road, einer Parallelstraße zum weltberühmten Strip.
Informationen zum Hofbräuhaus Las Vegas unter www.hofbrauhauslasvegas.com.
Allgemeine Infos zu Las Vegas unter www.visitlasvegas.de.
Über dem Grand Canyon schweben
Die neue Glasbrücke „The Skywalk“ ist leicht von Las Vegas aus zu erreichen
4. September 2006
Faszinierende Aussichten. Ende dieses Jahres eröffnet am Grand Canyon West der Skywalk, eine hufeisenförmige und frei schwebende Glaskonstruktion in 1.200 Metern Höhe über dem Grund. Der Unternehmer und Architekt David Jin aus Las Vegas hatte 1996 die Idee einer gläsernen Aussichtsplattform bei einem Besuch im Grand Canyon. Zusammen mit den Hualapai-Indianern, denen das Land gehört, wird seine Idee nun Wirklichkeit. Der Skywalk wird die höchste Stahl- und Glaskonstruktion weltweit. Er hält mehr als 35 Millionen Kilogramm Gewicht aus – das entspricht mehr als 70.000 Flugzeugen. Bevor Anfang 2007 auch das Besucherzentrum fertig gestellt ist, erreichen Besucher den Skywalk über einen Tunnel. Von der neuen Attraktion kann der Urlauber rundum Aussichten in die beeindruckende Landschaft des Grand Canyon und hinunter auf den Lauf des Colorado Rivers genießen. Der Eintritt liegt bei umgerechnet rund 19 Euro pro Person.
Las Vegas bietet nicht nur Glamour, Show und Kasinos, sondern ist auch perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge in die umliegende Natur. Der Grand Canyon West liegt nur rund 200 Kilometer östlich von Las Vegas. Neben dem Skywalk gibt es dort unter anderem ein indianisches Dorf des Hualapai-Stammes, einen Markt der Hualapai-Indianer und die Hualapai Ranch, eine Westernstadt, von der aus man Ausritte oder Planwagenfahrten unternehmen kann. Grand Canyon West ist außerdem der einzige Ort entlang des Grand Canyon, an dem die Hubschrauber auf dem Grund der Schlucht landen können. Von Las Vegas aus gibt es mehrere Möglichkeiten, einen Rundflug in den Nationalpark zu buchen und per Helikopter in den Canyon hinab zu fliegen.
Weitere National Parks um Las Vegas sind im Norden und Osten der Zion National Park und der Bryce Canyon National Park. Im Westen liegt etwa zwei Fahrtstunden von Las Vegas entfernt der Death Valley National Park, der trockenste Nationalpark der USA.
75 Jahre Glücksspiel
Las Vegas feiert in diesem Jahr Blackjack, Poker und Slot Machines
6. Oktober 2006
Las Vegas und Nevada feiern in diesem Jahr 75 Jahre Glücksspiel. 1931 wurde das Spielen um Geld in Nevada von Governor Fred Balzar legalisiert und ist seither eine Haupt-Einnahmequelle für den Wüstenstaat und Hauptattraktion für Millionen von Touristen. Las Vegas, 1905 gegründet, war früher Anziehungspunkt für Arbeiter, die ihr Glück in den Blei- und Silberminen suchten, aber vor allem auch für diejenigen, die an dem Jahrhundertprojekt Hoover Dam mitarbeiteten. Ablenkung fanden die Männer beim Glücksspiel.
Die erste Lizenz wird 1931 an Mayme Stocker vergeben, zehn Jahre später folgt das erste Hotel am berühmten Las Vegas Strip, das El Rancho. Weitere fünf Jahre später eröffnet der berühmt-berüchtigte Benjam (Bugsy) Siegel mit Stargast Frank Sinatra das Flamingo. In den 50er Jahren wird Las Vegas durch die glamouröse Unterhaltungs-Szene und Namen wie Elvis Presley oder den Rat Packs bekannt. Von da an macht die Stadt der Superlative ihrem Namen alle Ehre. 1966 öffnet das Caesars Palace. Das erste Themenhotel, The Mirage, läutet 1989 die Ära der Mega-Ressorts ein. Unaufhaltsam eröffnen weitere Themen-Hotels und Ressorts am Strip. Heute gibt es mehr als 133.000 Zimmer und mehr als 38 Millionen Besucher jährlich. Der Gewinn aus den Spieleinnahmen in Las Vegas lag bei mehr als 7,5 Milliarden Dollar im Jahr 2005.
Touristen suchen ihr Glück in den Kasinos von Las Vegas beim Poker oder Blackjack, im Craps, einem Würfelspiel oder klassisch beim Roulette. Die meisten Spiele haben ihren Ursprung in Europa im 18. Jahrhundert mit Ausnahme der Slot Machines, der einarmigen Banditen. Die hießen vorher „Libery Bell“. Der erste elektronische „einarmige Bandit“ kam 1964 auf den Markt.