Stars wie Paris Hilton & Co.: Skandale, Gerüchte & private Aufnahmen als Marketingmittel
Jul 13th, 2010 | Kategorie: Topthemen | Autor: nurido.atEs gibt jede Menge Promis, die für unterschiedlichste Schlagzeilen sorgen und von denen man in vielen Fällen eigentlich gar nichts mehr lesen möchte. Aber Leute im Stil von Paris Hilton haben erkannt, dass man mit Skandalen und Gerüchten ein perfektes Marketinginstrument für Promotionzwecke in der Hand hat.
Und so ist es gar nicht verwunderlich, dass selbst privat aufgenommene Sexvideos wie “1 night in Paris” von Ms. Hilton schlussendlich eine enorme, positive Publicity mit sich bringen. Zwar rümpfen viele Menschen zunächst die Nase angesichts solcher Veröffentlichungen, allerdings wird das entsprechende “Material” in allen nur denkbaren Medien verbreitet und irgendwann legt sich der Entrüstungssturm immer. So geschehen beispielsweise beim Sexvideo von Kim Kardashian mit ihrem Lover Ray J, das nicht unbedingt sehenswert ist.
Insgesamt ist Promi-Klatsch immer weniger etwas, was man so nebenbei konsumiert, sondern zunehmend gewinnen die Stars und Sternchen auch Raum in den Nachrichten der seriösen Medien. Denn das Interesse an den Skandälchen und Verfehlungen der VIPs ist groß. Ob nun “Take That”-Sänger Mark Owen eine langjährige Affäre hat oder Mel Gibson seine Gespielinnen auf unhöflichste Art und Weise beschimpft, so etwas erfahren wir immer schneller.
Etliche schlaue PR-Berater nutzen diese Enthüllungen, um die Celebrities im Gespräch zu halten. Denn es gibt nichts schlechteres, als gar keine Presse im Vergleich zu negativen Berichten. Dieses Marketingmittel bringt natürlich auch neue Berufsfelder mit sich, wobei der Paparazzi von den Promis einerseits geliebt (um nicht zu sagen “gebraucht”) wird und andererseits ein Hassobjekt ist. Nur durch diese Fotografen gelangen die privaten Bilder von Paris Hilton, Britney Spears oder Pamela Anderson quasi per Mausklick rund um die Welt. Heute weiß jeder, wo die Stars gerade essen, ihren Urlaub verbringen oder mit wem sie sich an geheimen Orten zu Dates treffen.
Unser Zeitalter des Promi-Klatsch und der sofortigen Verbreitung aller Details der bekanntesten Sänger, Schauspieler oder Sportler lässt selbstverständlich auch Trends entstehen. Denn wenn Britney immer wieder bei Starbucks Kaffee trinkt oder ständig eine Red Bull-Dose mit sich herumträgt, ist das die beste Werbung. In vielen Fällen bekommen die Stars dafür zwar noch kein Geld, die B-Liga der Promis lässt sich aber immer wieder gerne Publicity-wirksam mit passenden Produkten (vom Handy bis zum Auto) ablichten und kassiert.
Eine große Rolle spielt Gossip auch bei der Vermarktung von Filmen, wo die Macher immer wieder gerne von amourösen Verstrickungen am Set berichten, was die Klatschblätter und Blogs gerne für ihre Spekulationen aufgreifen.
Gerade durch die immer größer werdende Aktualität in der Berichterstattung über die Stars und Sternchen dank der modernen Verbreitungswege im Stil von Twitter oder Facebook, können die VIPs natürlich auch ihre eigenen Storys leicht nach vorne pushen. So berichtet Paris Hilton via Twitter von ihrem Südafrika-Besuch oder Britney Spears kommentiert öffentlich Artikel, die über sie geschrieben wurden.
Selbst Altmeister wie die Pet Shop Boys vermarkten sich online, in dem sie private Fotos per iPhone ins Internet laden und jeder teilhaben kann, was die zwei Herren zu essen bestellen und wie der neue Laptop der Hitfabrikanten aussieht.
Unser Fazit: Promis verwenden in zunehmendem Maße neue Kommunikationswege und sind schlau darin, selbst Imagekampagnen oder sonstige Publicity-Wege in eigener Sache einzusetzen. Damit manipulieren sie eigentlich die Medien und vor allem ihre Fans. Die Stars erreichen aber wenigstens eines: Sie bleiben im Gespräch. Und das ist für sie wichtig wie die Luft zum Atmen.
Tipp: Alles über Promis lesen Sie in unserem Leute-Special!