Pflanzen richtig fotografieren: Tipps für die Frühjahrsfotografie

Am 1. März war endlich meteorologischer Frühjahrsbeginn: Die ersten Sonnenstrahlen des Jahres locken uns aus den Stuben und sogar erste Frühblüher sprießen aus dem tauenden Boden: Die beste Gelegenheit, endlich wieder mit der Kamera loszuziehen und die erwachende Natur bildlich festzuhalten! Wie Pflanzen als Lenzmotive perfekt abgelichtet und die Makroaufnahmen ideal präsentiert werden können, klärt unser Ratgeber.

Objektiv und Perspektive

Pflanzen sind das meistgenutzte Motiv, wenn es darum geht, den Frühling einzufangen. Sie stellen aber eine große Herausforderung für den Fotografen bzw. die Fotografin dar. Am besten gelingen die Bilder mit einer Spiegelreflexkamera, die idealerweise auch eine Lupenfunktion für das Display hat. So lassen sich die geschossenen Bilder direkt nach dem Ablichten en detail überprüfen. Bei der Wahl des Motivs sollte darauf geachtet werden, dass keine störenden Objekte im Hintergrund auftauchen, diese lenken leicht von der im Fokus stehenden Pflanze ab.

Für kleine Pflanzen eignet sich ein Makro-Objektiv am besten. Diese gibt es mit verschiedenen Brennweiten von 50, 60, 100 und 180mm. Erfahrungsgemäß funktionieren 60mm-Objektive für Pflanzen sehr gut, es lohnt sich aber auch, ein wenig zu experimentieren. Weitere Tipps für das richtige Objektiv zur Makrofotografie gibt es in diesem Ratgeber.

Bäume lassen sich mit einem Weitwinkelobjektiv wunderbar ablichten. Gerade bei solch großen Pflanzen sollte jedoch die Perspektive beachtet werden: Leicht rücken Objekte ins Bild, die hier nichts zu suchen haben. Schilder, Wände oder Zäune machen die natürliche Atmosphäre kaputt und lenken vom Fokus ab – selbst umliegende Pflanzen können sich als echte Störfaktoren entpuppen.

Pflanzen scharf stellen

Eine der größten Schwierigkeiten für jede/-n Pflanzenfotograf/-in ist die Schärfe: Zwar entfliehen Pflanzen naturgemäß nicht so schnell wie Tiere, doch gerade Blumen wiegen sich leicht im frischen Frühjahrswind und werden so unscharf. Wie in diesem Artikel nachzulesen ist, kann man mit einer „Verschlusszeit von einer 250stel-Sekunde“, der windbedingten Unschärfe ein Schnippchen schlagen. Wenn das nicht klappt, hilft es, mehrere Aufnahmen zu machen, um windstille Momente abzupassen. In diesem Fall lohnt es sich oft auch mittels zaghafter Schritte zur Seite, neue Perspektiven auf die fokussierte Pflanze zu gewinnen. So können unter Umständen auch ungeahnte Details in den Fokus gerückt werden.

Frühlingsfotos sammeln und präsentieren

Ist das perfekte Pflanzenfoto erst einmal geschossen, will das Foto auch richtig präsentiert werden: Denn wie kaum ein anderes Motiv bringen Makroaufnahmen von Pflanzen ein frühlingshaftes Ambiente ins Wohnzimmer. Zum Beispiel bei WhiteWall können die eigenen Aufnahmen auf Leinwand gedruckt werden, um sie anschließend über der Couch aufzuhängen. Eine tolle Präsentationsmöglichkeit.

Alternativ können die perfekten Pflanzenfotos in einem eigens angelegten Album gesammelt werden. So entsteht mit der Zeit ein persönliches botanisches Lexikon! Die Pflanzenbestimmung macht Spaß und ist mittlerweile sogar per App möglich: Für iOS hat das Magazin Maclife hier eine Auswahl interessanter Apps für Hobbybotaniker zusammengestellt.


Bildrechte: Flickr crocus 2 liz west CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Veröffentlicht in KUNST + KULTUR

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