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Da der deutschsprachige Film- und TV-Markt für amerikanische Produktionen der zweitgrößte Abnehmer nach den USA ist, will man hier natürlich eine möglichst große Breitenwirkung erreichen. Deshalb werden Filme und Serien übersetzt, damit sie auch Leute verstehen, die nicht perfekt Englisch sprechen ...
Nach dem zweiten Weltkrieg war die Filmindustrie in Deutschland und Österreich praktisch über Nacht bedeutungslos geworden. Außerdem hatten besonders die Amerikaner großes Interesse, ihre "Blockbuster", die hier bisher noch nicht zu sehen waren (z. B. "Vom Winde verweht") auch bei uns zu vermarkten. Außerdem waren die Zuschauer dankbar für jede Ablenkung vom Alltag, weshalb große Hollywood-Produktionen gerne gesehen wurden. So entstand relativ bald ein professionelles Synchron-Business, wie es in anderen Ländern - wo Filme bis heute praktisch nur in der Originalfassung (bestensfalls mit Untertiteln) laufen - nicht existiert (In den USA werden vom Publikum übrigens keine Synchronfassungen akzeptiert, weshalb viele Filme dort nicht veröffentlicht werden oder gleich auf Englisch gedreht werden müssen).
Weitere Infos zum Thema
Im Normalfall dauert das Synchronisieren eines Filmes ca. eine Woche. Zuerst werden die Dialoge übersetzt und dann vom Autor in eine halbwegs lippensynchrone Form gebracht. Dann kommen die Sprecher (oder besser: Synchronschauspieler) ins Studio und sprechen innerhalb kürzester Zeit die in einzelne "Takes" (also Sprech-Szenen) zerlegten Texte. Mit modernen Digitalschnittplätzen können etwaige Ungenauigkeiten (z. B. Pausen) verändert werden, damit das Ganze möglichst gut wird. Anschließend kommen noch Geräusche und Musik dazu.