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Infos über Tennisstar Thomas Muster:

Thomas Muster bei der Ennstal-Classic 2005.

(Foto: Markus Waibel)

Muster gilt als der beste österreichische Tennisspieler aller Zeiten. Er war sowohl der erste und einzige Österreicher, der jemals ein Grandslam Turnier gewann (French Open 1995) als auch der erste, der die ATP-Rangliste anführte. Er ist Linkshänder und seine grösste Stärke war sein unbedingter Einsatz und seine Verbissenheit. Zu seiner Zeit galt er als der beste Sandplatzspieler, er konnte aber auch auf Hardcourt Turniersiege erringen.

Schon in seiner Jugend hat er mit dem Finaleinzug bei den Junior French Open und dem Gewinn der Orange Bowl 1985 für Aufsehen gesorgt. Im selben Jahr wurde er Profispieler und siegte das erste Mal bei einem Turnier im Jahr 1986 in Hilversum (Niederlande).

1988 gewann Muster 4 Turniere und konnte sich das erste Mal in die Top 20 spielen.

1989 konnte er das Halbfinale der Australian Open erreichen, wo er in einer knappen Partie erst gegen die damalige Nummer 1 der Welt Ivan Lendl in 4 Sätzen verlor. Im März 1989 gewann er gegen Yannick Noah das Halbfinale in Key Biscayne, und qualifizierte sich für das Finale wieder gegen Ivan Lendl. Er wurde aber kurz nach dem Halbfinale von einem betrunkenen Autofahrer in Key Biscayne angefahren, erlitt eine schwere Knieverletzung und mußte das Finale W.o. geben. 6 Monate später feierte er in einem Schaukampf gegen Ivan Lendl sein Comeback.

Thomas Muster in den 90er Jahren:

Schon 1990 konnte er wieder Turniersiege feiern, 3 auf Sand, einen auf Hardcourt. 1995 war sicher das beste Jahr für Muster. Zwischen Februar und Juli gewann er 40 Spiele auf Sand in Serie (die beste Serie seit Björn Borg, der zwischen 1977 und 1979 44 Spiele gewann). Nach dem Halbfinal-Erfolg über Andrea Gaudenzi (1995) in Monaco brach er zusammen. Trotzdem trat Muster am nächsten Tag im Endspiel gegen Boris Becker an. Nach Abwehr von 2 Matchbällen gelang es Muster die Partie umzudrehen und in fünf Sätzen über den Deutschen Becker zu triumphieren. In diesen Monaten siegte Muster auch bei den French Open (gegen Michael Chang) und feierte seinen einzigen Grand Slam Titel.

Ingesamt gewann Muster im Jahr 1995 zwölf Turniere im Einzel, was bis heute Rekord ist.

Aufbauend auf dieser sensationellen Serie, wurde Muster am 12.Februar 1996 Nummer 1 der Weltrangliste, zuerst nur für eine Woche, eine Woche später dann für 5 Wochen.

Er wurde österreichischer Sportler des Jahres 1990 und 1995. Sein Rekord von 35 Siegen am Stück aus dem Jahr 1995 blieb 10 Jahre lang unangetastet. Roger Federer stellte diesen im November 2005 ein. Sein langjähriger Trainer war Ronald Leitgeb. Den letzten ATP-Titel feierte Muster 1997 in Key Biscaine und schloss damit den Kreis nach seiner Verletzung. 1999 beendete er still und leise nach dem Erstrunden-Out bei den French Open gegen Nicolas Lapentti seine Karriere, ohne jemals offiziell seinen Rücktritt bekannt gegeben zu haben. Insgesamt errang er 44 ATP-Titel, die meisten auf Sand. 2005 feierte er dann ein kleines Comeback auf der ATP Tour. Bei der BA-CA Tennistrophy in Wien wurde er vom Veranstalter überredet, im Doppel an der Seite von Oliver Marach anzutreten. Diese Paarung unterlag aber glatt gegen Tommy Robredo/Nicolas Almagro mit 2-5 4-5(3). Obwohl Thomas Muster für einige Doppelturniere sicher eine Wildcard bekäme, ist es ausgeschlossen, dass er länger auf dieser Ebene zu bewundern ist.

Derzeit ist er österreichischer Daviscup-Kapitän und spielt seit 2003 bei der ATP Champions(Senior) Tour. Trotz seines großen Kampfgeistes ist Muster auch immer wieder für lustige Einlagen und Shows am und um den Tennis-Court bekannt. So spielte er im Juni 2005 für eine TV Total Sendung mit Elton im Doppel gegen Stefan Raab/Boris Becker im Rahmen der Gerry-Weber-Open in Halle/Westfalen.

Tipp: Thomas Musters Buch "Aufschlag. Mein Leben. Mein Erfolg"

Quellenangabe: Der auf dieser Seite veröffentlichte Text basiert auf dem Artikel Thomas_Muster aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation (GFDL). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Dort kann auch der ursprüngliche Beitrag bearbeitet werden. Stand: 19:12, 8. Apr 2006.

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